Teilnahme des CVCE an der DH Benelux Konferenz

Mit großer Freude nahm das Digital Humanities Lab des CVCE vom 8. bis 9. Juni 2015 an der zweiten DH Benelux-Konferenz unter der Schirmherrschaft der Universität Antwerpen teil. Insgesamt steuerten wir vier Präsentationen und ein Poster mit einer Beschreibung unserer Arbeit bei. Dr. Catherine (Kate) Jones erörterte das Konzept der Entwicklung von Tools für „Personal Narrative Making“ und stützte sich dabei auf Objekte des Kulturerbes des CVCE. Dr. Marten During und Dr. Florentina Armaselu hingegen stellten die ersten Ergebnisse der TEI-Annotation und Netzwerkanalyse im Zusammenhang mit diplomatischen Dokumenten vor. Dr. Lars Wieneke erläuterte im Auftrag von Dr. Florentina Armaselu die Ergebnisse unserer jüngsten Zusammenarbeit mit der Universität Pisa und deren EVT-Software (Edition Visualisation Technology) zur Schaffung neuer TEI-codierter digitaler Editionen. Darüber hinaus präsentierte Dr. Catherine (Kate) Jones Ergebnisse eines Projekts, das sie vor ihrer Tätigkeit am CVCE geleitet hatte. In diesem Rahmen wurde eine Anwendung für augmentierte Realität zur Auswertung historischer Kartendaten der WW2-Bombenkarte für London entwickelt. Dabei nahm sie auch an der lebhaften Podiumsdiskussion zur Rolle digitaler Technologien in der allgemeinen Geisteswissenschaft teil, die am Schluss der Konferenz stattfand. Die Direktorin des CVCE, Marianne Backes, war Koautorin eines Papiers, das sich mit der Rolle von DARIAH und Benelux befasste.

Mit über 150 Teilnehmenden fand die Konferenz ein äußerst großes Echo und zeigte auf, welch hohen Stellenwert Digital Humanities in der Benelux-Region und darüber hinaus genießen. Ebenso verdeutlichte die Konferenz, wie fundiert und vielseitig die Forschung im Bereich Digital Humanities ist. Hierzu wurden Präsentationen zu einer Reihe verwandter Themen herangezogen, darunter: (1) Cyberkultur, (2) Reflexion & Kritik (3) Distant Reading, (4) Linked Open Data, (5) Digitale wissenschaftliche Bearbeitung, (6) Verwaltung & Sammlung, (7) Geodatenanwendungen und (8) Netzwerke & Themen. Herausragende Vorträge hielten unter anderem William Noel, Direktor des Kislak Center for Special Collections, Rare Books and Manuscripts an der University of Pennsylvania, sowie Elena Pierazzo, Professorin für italienische Studien und Digital Humanities an der Universität Stendhal Grenoble III.

Das CVCE freut sich darauf, die Konferenz im nächsten Jahr gemeinsam mit der Universität Luxemburg auszurichten.