Vortrag von Paolo Tedeschi ab sofort online

Am 23. März 2015 hielt Paolo Tedeschi, Assistenz-Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Fakultät für Wirtschaft, Management und Statistik der Universität Mailand und Gastforscher am CVCE, einen Vortrag mit dem Titel „A new European currency – a tool to strengthen or destroy the European Union? The consequences of an ill-informed public“.

Als die EWU und die EZB ins Leben gerufen wurden, versäumten es die europäischen Institutionen, die Europäerinnen und Europäer über die „Regeln“ aufzuklären, die mit der Nutzung der neuen Gemeinschaftswährung verbunden waren.

Diese „Regeln“ kristallisierten sich im Laufe der Währungsgeschichte heraus und standen im Fokus der Debatten und Diskussionen zur Einführung des Euros. Gegenstand ist beispielsweise, dass eine Währungsunion nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Mitgliedsländer tatsächlich anstreben, die politische Union zu stärken. Außerdem bedarf eine Währungsunion einer starken Zentralbank mit Interventionsbefugnis an den Finanzmärkten und erheblichen Kontrollbefugnissen gegenüber den Finanzinstituten der EWU.

Auf Basis seiner Analyse der Familienarchive von Pierre Werner, die er während seiner Forschungszeit am CVCE durchführte, vermittelt Professor Paolo Tedeschi neue Einblicke zur Schaffung des Euros und der Funktionsweise der Wirtschaft- und Währungsunion anhand einer Fallstudie zu öffentlicher Desinformation.

Das Video des Vortrags finden Sie hier.